Willkommenbesuche

Was passiert bei einem Willkommensbesuch?

Eltern erhalten nach der Geburt ihres Kindes einen Brief von ihrer Stadt oder ihrem Landkreis. In dem Brief heißt der/die Bürgermeister:in das Baby willkommen und gratuliert den Eltern zur Geburt ihres Kindes. Häufig wird auch ein persönlicher Willkommensbesuch zu Hause angeboten. Oft steht im Brief bereits ein Vorschlag oder ein Zeitraum für einen Besuchstermin. Der Willkommensbesuch ist immer freiwillig und kostenfrei.

Bei dem Besuch erhalten Sie zum Beispiel nützliche Informationen über Angebote und Leistungen für Familien in Ihrer Umgebung. Willkommensbesuche gibt es in vielen Regionen in Deutschland.

Wer kommt beim Willkommensbesuch?

Meist führen geschulte freiwillig Engagierte (i.d.R. mit pädagogischem oder medizinischem Berufshintergrund) den Willkommensbesuch durch.

Wie laufen Willkommensbesuche ab?

Wie Willkommensbesuche ablaufen und welche Informationen Sie als Eltern erhalten, ist nicht einheitlich geregelt, ähnelt sich aber:

  • Das Angebot für einen Willkommensbesuch erhalten Sie meistens drei bis fünf Monate nach der Geburt Ihres Kindes.
  • Das Gespräch findet in der Regel bei Ihnen zu Hause statt und dauert ungefähr eine halbe Stunde.

Sie erhalten i.d.R. Informationen zu folgenden Themen:

  • Angebote für Familien in Ihrer Kommune, zum Beispiel Stillberatung, Eltern-Kind-Kurse und Elterntreffs in Familienzentren
  • Kindertagesbetreuung, zum Beispiel in der Kindertagesstätte (Kita)
  • Finanzielle Leistungen für Familien, wie zum Beispiel Kindergeld und Elterngeld
  • Gesundheitliche Versorgung, zum Beispiel durch Kinderärztinnen und Kinderärzte
  • Entwicklung des Kindes, zum Beispiel Schlafen, Füttern, Spielen

Neben diesen allgemeinen Informationen kann die Willkommensbesucherin auch auf Ihre persönlichen Fragen und Ihre besondere Situation eingehen. Zum Beispiel:

  • Wenn Sie Ihr Kind alleine erziehen.
  • Wenn Sie wenig Unterstützung von Verwandten oder Freunden haben.
  • Wenn Ihr Kind viel schreit.

Wenn Sie einverstanden sind, kann Ihnen die Besucherin bei Bedarf unterstützende Angebote der Frühen Hilfen vermitteln. Dies kann zum Beispiel die Begleitung durch eine Familienhebamme, eine Familienkinderkranken-schwester, Mütterpflegerinnen oder Ehrenamtliche aus dem Welcome Projekt sein. Wichtig: Alles, was in dem Gespräch besprochen wird, ist vertraulich.

Kann ich den Termin auch absagen oder verschieben?

Selbstverständlich können Sie einen Willkommensbesuch ablehnen. Der Termin ist freiwillig und findet nur statt, wenn die Familie das wünscht. Wenn Ihnen ein Termin zeitlich nicht passt, können Sie ihn auch verschieben.

Woher kommt meine Adresse?

In der Regel erhält die durchführende Stelle vom Einwohnermeldeamt die Kontaktdaten von Familien mit einem neugeborenen Kind. Es werden dabei nur die wichtigsten Daten der Eltern übermittelt. Der Stelle werden die Daten nur für den einmaligen Willkommensbesuch zur Verfügung gestellt. Sie dürfen nicht für einen anderen Zweck genutzt werden. Nach dem Besuch oder nach einer Absage des Besuchs müssen die Daten gelöscht werden. So verlangt es der Datenschutz. Die Übermittlung der Daten ist in den Meldeverordnungen und Meldegesetzen der Bundesländer geregelt.

Unser Team ehrenamtlicher Besucherinnen freut sich, Ihnen gratulieren zu können und ihr Kind herzlich Willkommen in der Gemeinde Rosdorf zu heißen.